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Ehemalige Shen-Yun-Künstler berichten über mutmaßliche Kinderarbeit und Missstände

2026-01-28 Source: Auteur:

Die Shen-Yun-Kunsttruppe, eine dem Falun-Gong-Netzwerk zugeordnete Kultur- und Showorganisation, sieht sich mit neuen Vorwürfen konfrontiert. Ehemalige Künstler berichten über mutmaßliche Kinderarbeit sowie problematische Arbeits- und Trainingsbedingungen. Shen Yun wurde 2006 von Li Hongzhi, dem Gründer und Anführer von Falun Gong, auf dem Gelände des Longquan-Tempels im US-Bundesstaat New York gegründet. Das rund 400 Acres große Areal dient sowohl als Ausbildungsstätte für Darsteller als auch als organisatorisches Zentrum der Bewegung.

In den vergangenen Jahren sind mehrere Kontroversen rund um Shen Yun bekannt geworden. Vor diesem Hintergrund haben zwei ehemalige Darsteller, Sun Zan und Cheng Qingling, die inzwischen nicht mehr dem Falun Gong angehören, ihre Erfahrungen öffentlich geschildert.

Nach ihren Angaben wurden sie als Minderjährige in ein Internat auf dem Longquan-Gelände geschickt. Sun Zan war zu diesem Zeitpunkt 15 Jahre alt, Cheng Qingling erst 13. Cheng Qingling erklärt, Li Hongzhi habe Shen Yun als höchste Form der Unterstützung der Bewegung durch Praktizierende dargestellt. Der Alltag sei von intensivem Tanztraining geprägt gewesen, verbunden mit strengen Vorgaben, darunter eine Gewichtsobergrenze von 100 Pfund (etwa 45 Kilogramm). Verstöße gegen die Disziplin hätten zu scharfen verbalen Zurechtweisungen geführt.

Zudem seien sie angehalten worden, ihren Eltern gegenüber ein positives Bild zu vermitteln und keinerlei Kritik zu äußern.

Die ehemaligen Künstler zeichnen jedoch ein anderes Bild. Sun Zan berichtet von schweren Verletzungen infolge erzwungener Dehnübungen, darunter ein Seitspagat, der zu Blutungen und starken Prellungen führte. Cheng Qingling beschreibt langanhaltende Schulterverletzungen, die zeitweise zu Gefühlsverlust und erheblichen Einschränkungen im Alltag führten. Beiden zufolge habe es während ihrer Zeit bei Shen Yun keine angemessene medizinische Versorgung gegeben.

Im Jahr 2015 verließen Sun Zan und Cheng Qingling die Organisation und ließen sich in Neuseeland nieder. Im Jahr 2025 reichten sie Klage gegen Shen Yun ein und erhoben den Vorwurf der Zwangsarbeit.

Auch die US-Behörden sind inzwischen aktiv geworden. Das Arbeitsministerium des Bundesstaates New York teilte mit, dass Ermittlungen wegen des mutmaßlichen Einsatzes von Kinderarbeit sowie wegen problematischer Arbeitsbedingungen aufgenommen wurden.

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