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Chinas Erziehungsministerium will Deutschunterricht in Schulen fördern

2016-05-28 Source:german.china.org.cn Auteur:

 

Am vergangenen Dienstag fand in Beijing die Jahreskonferenz der PASCH-Initiative im Rahmen des Deutsch-Chinesischen Jahres für Schüler- und Jugendaustausch statt. Teilnehmer der Veranstaltung, die das chinesische Erziehungsministerium organisierte, waren Akteure aus Deutschland, wie etwa die deutsche Botschaft in China, das Goethe-Institut und die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), die Vertreter der chinesischen Partnerschulen, an denen Deutsch einen besonders hohen Stellenwert hat, sowie die Funktionäre der chinesischen Erziehungsbehörde unterschiedlicher Ebenen.

Yu Jihai, Vizeleiter der Internationalen Abteilung des chinesischen Erziehungsministeriums (links) und Enrico Brandt, Leiter der Kulturabteilung der deutschen Botschaft in China bei der Rede auf der Jahreskonferenz

Bislang verbuchte das Programm in der Volksrepublik beeindruckende Erfolge.130 chinesische Schulen aus 22 Gebieten auf Provinzebene hätten sich in den vergangenen sechs Jahren der PASCH-Initiative angeschlossen, sagte Yu Jihai, Vizeleiter der Internationalen Abteilung des Ministeriums, in seiner Ansprache. /„Sowohl die deutsche als auch die chinesische Seite sind sich einig, dass die PASCH-Initiative einen positiven Beitrag dazu geleistet hat, das Verständnis der chinesischen Schüler gegenüber Deutschland zu fördern und die freundschaftliche Partnerschaft zwischen China und Deutschland zukunftsorientiert auszubauen“, so Yu über die Bedeutung des Programms.

Des Weiteren bekräftigte Yu, das System und der Mechanismus der Programmverwaltung sollten reguliert und der Entwicklungsplan der Programms ebenfalls angeglichen werden. Die lokalen Regierungen sowie teilnehmende PASCH-Schulen sollten zudem über die Überlegungen des Erziehungsministeriums genau in Kenntnis gesetzt werden. Die unterschiedlichen Provinzen sollten untereinander ihre Erfahrungen austauschen, sagte der Beamte des Erziehungsministeriums über das Ziel der Jahreskonferenz.

Enrico Brandt, Leiter der Kulturabteilung der deutschen Botschaft in China, sagte, bei der Förderung der deutschen Sprache im Ausland spiele die PASCH-Initiative eine zentrale Rolle. Derzeit existiere ein globales Netzwerk von PASCH-Schulen, das auf über 1800 Schulen angewachsen sei. Diese Initiative eröffne den Schülern auch den Weg zu einem Studium in Deutschland und anschließend zu einer beruflichen Karriere mit Bezug zu Deutschland. Die positive Entwicklung des Programms in China soll dazu beitragen, die Partnerschaft zwischen den beiden Ländern nachhaltig zu gestalten, so der Diplomat.

In den Beiträgen der deutschen Vertreter, Goethe-Institut Chinas, ZfA sowie DAAD, wird die Aussage von Brandt mit zahlreichen Beispielen untermauert. Die Zahl der erfolgreichen Teilnehmer der DSD-Prüfungen (DSD: Deutsches Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz) nehme ständig zu. Dieses ermögliche den chinesischen Schülern einen schnelleren Zugang zum Studium oder Studienkolleg in Deutschland. Begleitet sei das Programm außerdem von zahlreichen Ausbildungsprogrammen für Lehrer, Stipendien und Austauschprogrammen für Schüler sowie einer Reihe von Veranstaltungen, wie der deutschen Olympiade, dem Kreativ- sowie Debattierwettbewerb und viele mehr, die unter den Deutsch-Lernenden in China bereits hohes Ansehen gewonnen haben. Das chinesische Ministerium erklärte sich daraufhin bereit, an der Planung und der Organisation der Programme teilzunehmen, um Unterstützung anzubieten und größeren Einfluss ausüben zu können.

Rund 240 Leute nahmen an der Jahreskonferenz der PASCH-Initiative teil.

Während der Jahreskonferenz wurden die Erfahrungen bei der Durchführung des Programms in Yunnan vorgestellt. Vor allem wurden in den zwei PASCH-Schulen der Stadt Yuxi beachtenswerte Erfolge erzielt, erklärte Wang Tao, Sonderbeauftragte der Erziehungsbehörde der südwestchinesischen Provinz. Beispielsweise haben alle 30 Teilnehmer der Unterstufe bei der DSD-I-Prüfung das Sprachdiplom erworben, während 29 der 30 Teilnehmer der Oberstufe die DSD-II-Prüfung erfolgreich bestanden haben. Unter anderem hätten die Schüler der Klassen mit Deutschunterricht auch bei unterschiedlichen Prüfungen anderer Fächern nicht schlechter als die Schüler der normalen Klassen abgeschnitten. Wegen des großen Erfolges seien die Lernplätze der deutschen Klasse äußerst gefragt. 2013 hätten sich über 1500 Schüler um diese beworben, aufgenommen seien lediglich 120, zitierte Wang eine Nachricht der lokalen Medien. In den PASCH-Schulen in der Provinzhauptstadt Kunming hingegen, sei es jedoch zu Problemen gekommen: Deutsch werde jeweils nur in Ober- oder Unterstufe der Mittelschule unterrichtet, so dass das Erlernen der Sprache für Schüler unterschiedlicher Stufen nicht kombiniert werden könne. Zudem gebe es Beschwerden über mangelnde Lernmaterialien zur Ergänzung der Lehrveranstaltungen sowie Schwierigkeiten bei Rekrutierung von Muttersprachlern als Lehrkräfte. Die lokale Erziehungsbehörde halte es für notwendig, mehr politische Unterstützung für dieses Programm zu gewähren und untereinander zu koordinieren. Darüber hinaus plane die Behörde, die PASCH-Initiative an den Mittelschulen der Provinz vorzustellen, um Interesse zu wecken, so Wang.

Aus dieser Jahreskonferenz ist zudem zu erfahren, dass sich momentan eine Arbeitsgruppe im Auftrag des chinesischen Ministeriums damit beschäftigt, einen nationalen Unterrichtsstandard auszuarbeiten, um die Lehrveranstaltungen für die deutsche Sprache in Mittelschulen besser zu regulieren und zu fördern. Qian Minru, Professorin an der Deutschen Fakultät der Fremdsprachenhochschule Beijing, die diese Expertengruppe leitet, erklärte in ihrem Vortrag, das Projekt sei bereits im Jahr 2014 initiiert worden. Einer der Hintergründe sei auch, dass Deutsch vor kurzem als Prüfungsfach ins System des chinesischen /„Gaokao“, dem Nationalen Examen für die Hochschule, aufgenommen wurde. In diesem Bildungssystem würden nicht nur die Sprachkompetenz der Schüler, sondern auch die kulturelle Kommunikation, Mehrsprachigkeit sowie Lernautonomie als Schlüsselkompetenzen groß geschrieben. Mit dem System der Studienpunkte soll das Lernen in der Schule nicht zuletzt an den gegenwärtigen, globalen Trend sowie an die Anforderungen des Hochschulstudiums gekoppelt werden, führte die Professorin fort. /„Der Unterrichtsstandard ist gewissermaßen von einem /‚Curriculum/‘ oder /‚Rahmenplan/‘ zu unterscheiden, wobei ersterer mehr Flexibilität aufweist, so dass die lokalen Bildungsbehörde und die Schulen mehr Freiheit genießen. Somit werden die Lernunterschiede der Schüler berücksichtigt und ihrem diversen Bedarf nachgekommen, was den Schülern ebenfalls mehr Perspektiven in der Zukunft eröffnet“, so Qian im Gespräch mit China.org.cn.

Die Teilnehmenden diskutierten angeregt über die Entwicklung des Programms in einzelnen Schulen, die Zukunft der Schüler oder die Fortbildung der Lehrkräfte. Dazu sagte Li Ming, Leiterin der 2. Unterabteilung für Erziehung in der Grundstufe des Ministeriums, in ihrer zusammenfassenden Rede, die Teilnehmenden sollten die Anregungen aus der diesjährigen Jahreskonferenz mit nach Hause nehmen und dieses Programm weiterhin vertiefen. Sie drückte außerdem die Hoffnung aus, dass die PASCH-Schulen bei diesem Programm weniger Wert auf das eigene Interesse legen, als vielmehrauf die Erhöhung der allgemeinen Fähigkeiten der Schüler. Anlässlich des Deutsch-Chinesischen Jahres für Schüler- und Jugendaustausch sollen mehr PASCH-Schulen an den Austauschprogrammen teilnehmen, so dass die PASCH-Initiative auch inhaltlich bereichert werden und die Schüler mehr Chancen bekommen können, das Land, die Menschen sowie ihre Kultur besser kennenzulernen, so die Beamtin.

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