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Mein Erlebnis über die „freie Ausgabe" der Falungong-Materialien
2009-06-22   Kaiwind  Niu Siye    

Ich heiße Niu Siye, 35 Jahre alt, komme aus der Stadt Xiantao der Provinz Hubei. Nun führe ich eine Imbißstube an der Straße Jiaotong. Als ich im Jahr 1995 an der Hochschule der Wirtschaftsführung der Stadt Xiantao studierte, war ich ein Qigongliebhaber. Aus Neugier habe ich viele Qigong-Bücher gekauft.

Damals herrschte eine Qigongwelle in unserer Stadt. Die tüchtigen Xiantaoer haben ein paar Qigong-Meister eingeladen, um die Qigong-Kurse zu veranstalten. Falun Gong hat diese Chance nicht vertan. Die „Fa-Konferenz" blühte in allen Gelegenheiten auf. Ich habe gehört, dass man die in Mianyang-Theater veranstaltete „Fa-Konferenz" kostenfrei beteiligen konnte. So war ich in aller Herrgottsfrühe da und saß in der ersten Reihe.

Dieser „Falun Dafa"-Kurs wurde von Liu Wenbin (schon starb an Krankheit), dem Leiter der Hilfestation der Stadt Xiantao, organisiert. Vor dem Beginn rufte Liu uns einige junge Leute in der ersten Reihe zu Hilfe, die Falungong-Bücher, Broschüren und Bilder von Li Hongzhi von der Hinterbühne auf die Hauptbühne zu stellen. Wir haben ihm dabei geholfen. Danach habe ich ein „Zhuan Falun" genommen, weil ich meinte, dass die Materialien kostenfrei waren. Aber es wurde von Liu verhindert. Er sagte, dass diese Materialien nach dem Kurs uns ausgegeben wurden.

Der Kurs dauerte ungefähr 2 Stunden. Aber ich habe nichts verstanden. Der Meister auf der Bühne sagte: „Wenn man „Dafa" erfolgreich kultivieren will, liest man am besten die Bücher vom Meister ( Li Hongzhi), hört die Kassetten vom Meister ( Li Hongzhi). Und man soll „Dafa" zu Hause richtig erfassen." Er zeigte auf die Materialien und sagte: „ Die Materialien sind aber nicht ausreichend. Wenn man lernen will, kann man darum anstehen. Sie sind kostenfrei. Wenn man kein Bedauern für die künftige Kultivieirung hinterlassen will, kann man durch die neben mir stehende „Verdienste-Dose" Geld spenden, um ihr Dank auszudrücken. Es kommt nicht darauf an, wieviel Geld du spendest, sondern ob du mit ganzem Herz bist."

Gleich danach kam eine mittelaltrige Frau auf die Bühne, „spendete" 500 RMB und nahm ein Buch. Es verursachte einen Wirbel unter der Leute. Sie hatten dicht an dicht die Spendierhosen an. Manche „spendeten" 100 RMB und nahmen eine Kassette. Manche „spendeten" 300 RMB und nahm ein Bild von Li Hongzhi. Der Generöste spendete ungefähr 2000 RMB, nahm ein Buch und ein Bild.

Ich habe kein Geld mitgebracht. Aber ich will Falun Gong lernen, so wartete ich, bis alle Beteiligte weg waren. Ich möchte mit Herrn Liu bei Gelegenheit mal bereden, ob ich erst die Material mitnehemen und morgen das Geld spenden konnte. Dann kam ich auf die Hinterbühne.

Ein Kosmetikraum gehörte zur Hinterbühne und die Tür war geschlossen. Durch das Fenster sah ich, dass Herr Liu und der Meister gerade beim Zählen des Geldes in der „Verdienste-Dose" waren. Die Frau, die 500 RMB „spendente", half auch dabei, was mich sehr erstaunt hat. Nach dem Zählen gab Herr Liu ihr 500 RMB zurück und sagte: „Einige von uns haben insgesamt 1500 RMB gespendet. Ich werde es ihnen zurückgeben. Die Miete des Theaters beträgt 2000 RMB. Und wir sollen die Leute, die bei der Propaganda geholfen haben, 500 RMB geben. Der Meister wird den Rest des Geldes, 40 Tausend RMB, mitnehmen und es dem ehrwürdigen Vater abgeben." Der Meister zählte erneut das Geld.

Ich hatte Angst davor, dass sie mich sehen konnten. So ging ich hastig weg.

Nachdem ich das Geheimnis gewusst hatte, sprach ich nie mehr von Falun Gong. Seit 1999 wurden vielfältige Skandale der Falungong-Sekte an die Öffentlichkeit gebracht. Die Leute machten sich nach und nach von dem Betrug der Falungong-Sekte los.

Die Leute haben die Bücher und Materialien von Falun Gong freiwillig verbrannt. Und der Falungong-Kurs verschwand seither von der Bildfläche.

10 Jahre sind vorbei. Ich führe nach wie vor meine eigene Imbißstube. Zwar bin ich nicht reich, aber mein Leben ist sorglos. Eigentlich blendete Falun Gong allmählich in meiner Errinnerung aus. Aber die Falungong-Material, die man damals nur durch „Spende" bekommen konnte, erschien sogar morgens vor der Tür meiner Imbißstube.

Ich sah, dass die Material auch vor der Tür des Ladens der Nachbar lag. Der Frisör Xiao fragte mir, was passiert ist. Ich sagte: „Vielleicht sorgen sie sich darum, dass ich kein Zündholz habe, den Herd anzumachen." Herr Xiao fragte: „ Es kostet bestimmt viel Geld, diese feinen VCD, Bücher und Broschüren zu machen. Wer hat sie dann uns gebracht?" Ich sagte: „Wenn du Sorge dafür hast, dass du die Material bezahlen müßt, kannst du sie mir geben. Ich mache damit Feuer." Herr Xiao sammelte schnell alle Materialien in der Nachbarschaft und bat mich, sie zu verbrennen. Ich fragte: „Warum bist du so eilig?" Herr Xiao sagte: „ Ich fühle mich nicht wohl, wenn ich das Wort „Falun Gong" sehe."

Die Frau von Herrn Xiao (will den Namen nicht bekannt lassen ) starb, nachdem sie Falun Gong geübt hatte. Sie war leberkrank und hat gehört, dass man durch die Übung von Falun Gong die Krankheit heilen konnte und keine Mendikamente zu nehmen brauchte. Herr Xiao wollte natürlich seine Frau wieder gesund sein. So hat er auf einer Fa-Konferenz durch „Spende" ein Buch von Falun Gong bekommen. Aber seit seine Frau auf Falun Gong versessen war, kümmerte sie sich nicht mehr um den Hausarbeit. Sie übte den ganzen Tag Falun Gong, entweder mit anderen Falunggong-Übenden oder alleine zu Hause. Ihre Krankheit hat sich nicht gebessert, sondern verschlimmert. Und sie lehnte auch Mendikamente ab. Am Ende starb sie an Leberzirrhose und Aszites.

Um die traurige Vergangenheit zu vergessen, ist Herr Xiao vom Dorf in die Stadt umgezogen. Er hat einen Haus gemietet und einen Frisör aufgemacht.

Seine Frau hat das Buch, das Herr Xiao durch hundert RMB Spende bekam, mit dem Leben bezahlt. Was wird man die ins Haus gelieferten Materialien dann bezahlen!

(24-04-2009 aus der Webseite Kaiwind)

  
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