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Beijing Time:  
Meine Erlebnisse über die Belagerung des Verlags der „Qilu Abendzeitung"
2010-03-19   Kaiwind  Autor: Wang Guangtian    

Ich heiße Wang Guangtian und bin jetzt 66 Jahre alt. Ich arbeitete vorher als Vizepräsident in einer Mittelschule der Stadt Jinan der Provinz Shandong und war in Falun Gong versunken. Ich fungierte als Instrukteur der Falun Gong-Nachhilfestation für das Tianqiao-Bezirk der Stadt Jinan. Hier wollte ich über den Prozess eines Ereignisses, nämlich der Belagerung des Verlags der „Qilu Abendzeitung" erzählen, den ich selber erlebt habe, um aufzuzeigen, wie das Falun Gong tatsächlich aussah.

Im Jahr 1996 fing ich mit der Übung von Falun Gong an, um Krankheit zu behandeln bzw. Gesundheit zu erhalten. Nach einiger Zeit mit der Übung fühlte ich mich viel besser und führte das auf die Wirkungen von Falun Gong zurück, doch ohne das Bewußtsein, dass die Besserung eigentlich meinem körperlichen Training danken sollte. Wegen meiner Position als Schulvizepräsident wurde ich bald als Instrukteur der Falun Gong-Nachhilfestation für das Tianqiao-Bezirk der Stadt Jinan ernannt. Daher wurde viel Kontakt mit der Falun Gong-Hauptstation der Stadt Jinan aufgenommen.

Am 1. April 1998 wurde in der „Qilu Abendzeitung" ein Artikel unter dem Titel „Schauen Sie bitte, wie Falun Gong aussieht" veröffentlicht, und darin berichtet, dass manche Falun Gong-Übende wegen ihrer Ablehnung zur medizinischen Behandlung die rechtzeitige Heilung versäumt hatten oder sogar daran verstorben waren. Ihre Familienangehörigen kümmerten sich sehr darum. Danach wurden noch zwei Artikel in der „Qilu Abendzeitung" veröffentlicht, einmal am 7. April unter dem Titel „Propaganda der Wissenschaft mit klarer Orientierung", einmal am 8. April unter dem Titel „Zuerst Ihre Seele bemeistert, dann Ihr Beutel geleert – Weise der Reichtumsanhäufung des ‚Falun-Meisters’". Im letzteren klagte ein Falun Gong-Anhänger darüber, „wie heimtückisch der „Meister" Li Hongzhi ist! Nachdem er andere um das Geld betrogen hatte, wollte er noch, dass sie ihn noch anbeten. Das ist wie ein Menschfresser, der sogar keinen Knochen ausspuckt!"

Solche Artikel verärgerten den Kader der Falun Gong-Hauptstation der Stadt Jinan sowie manche Übenden. Um diesen Berichten der „Qilu Abendzeitung" zu widersprechen, befahl uns die Hauptstation, eigene Eindrücke sowie Erfahrungen während der Übung zu verfassen, die laut ihr an den Falundafa-Forschungsverein in Beijing zu überreichen sein sollen. Demgemäß habe ich alle Falun Gong-Übenden in meinem Bezirk organisiert, ein Heft unter dem Titel „Unsere Eindrücke und Erfahrungen in den Kultivierungen" zu verfassen.

Am 7. Mai war ich an der Sitzung aller Leiter einzelner Falun Gong-Stationen aus allen Bezirken beteiligt, die von der Hauptstation der Stadt Jinan veranstaltet wurde. An der Sitzung übermittelte Zhang Shouqiang die Meinung des Falundafa Forschungsvereins, dass das Heft „Unsere Eindrücke und Erfahrungen in den Kultivierungen" noch zu schwach bzw. nicht stark genug war. Wir diskutierten noch darüber, wie wir die Aktion weiter verstärken konnten. Das dauerte ziemlich lang und dabei wurde ein Konsens herausgebildet, nämlich von jetzt an zu jeglichen Reden und Handlungen gegen Falun Gong, entweder persönlich oder organisatorisch, öffentlichen Angriff auszuüben. Inzwischen habe ich Falun Gong-Übenden organisiert, speziell gegen „Qilu Abendzeitung" zu kritisieren und sie vielmal vor dem Verlag zu sammeln. Da es starke und einheitliche Organisation mangelte, war die Sammlung nicht so konzentriert, manchmal waren da bis zu 70-80 Personen, manchmal aber nur 10-20.

Früh am 31. Mai, um 8 Uhr nahm ich an der Tagung aller Falun Gong-Stationen teil, die von Zhang Shouqiang im Beicun-Kindergarten des Tianqiao-Bezirks der Stadt Jinan organisiert hat, wo sich alle Zuständigen der Falugong-Stationen sowie Falun Gong-Anhänger zu sammeln pflogen. An der Tagung stellte Zhang Shouqiang den Befehl von Wang Zhiwen aus dem „Falu-dafa Forschungsverein" früh am 29. Mai vor: alle Falun Gong-Übenden in und bei der Stadt Jinan am 30. Mai vor der Provinzkomitee und dem Verlag zu sammeln. Li Hongzhi hat in seinem Buch ausdrücklich geäußert, dass alle Entscheidungen des „Forschungsvereins" auf verschiedene Weise von ihm selbst zugesagt wurden. Demnach dachte ich, dass die Entscheidung des Forschungsvereins eben der Hinweis des Meisters war. Deshalb traf ich mit allen anderen Sitzungsteilnehmern die Entscheidung, den Zeitungsverlag zu belagern und legte konkrete Aktionspläne fest. Und wir mußten sicherstellen, dass so viele Übenden wie möglich zu beteiligen. Das hatte die Entschuldigung der „Qilu Abendzeitung" und es zum Ziel, dass weder ein Einzelmensch noch eine Organisation Falu Gong kritisieren durfte.

Am Nachmittag vom 31. Mai organisierte ich die Versammlung aller Übenden und motivierte sie, am Protest bzw. Stillsitzen teilzunehmen. Ich ermahnte sie noch, dass sie behaupten sollten, an diesem Akt ganz aus eigenem Willen zu beteiligen. Ganz früh am Morgen vom 1. Juni, um halb sieben kam ich bei dem Zeitungsverlag an und später folgten nach und nach immer mehr Anhänger. Bis zu 8 Uhr sammelten sich ungefähr tausend Übende, die „freiwillig" auf der östlichen und westlichen Seite des Gebäudes stillsaßen und Entschuldigung der Zeitung forderten. Die abwesenden Falun Gong-Übenden wurden dann als mangelhaft am Bewußtsein, das Dafa zu wahren, angesehen. In diesem „Belagerungsangriff" leitete der Instrukteur Cheng Huiping aus dem Lixia-Bezirk mehr als zehn Repräsentanten, im Büro der Werbungsabteilung des Verlags mit Leitung der Zeitung zu verhandeln. Nachdem die Zeitungsleitung darauf geantwortet hat, eine Entschuldigungserklärung in der „Qilu Abenzeitung" vom 2. Juni zu veröffentlichen, gingen die Übenden erst von 10 Uhr an nach und nach weg. Das ganze Ereignis dauerte über zwei Stunden.

Am 2. Juni veröffentlichte die „Qilu Abendzeitung" einen Artikel für die Leser und äußerte, „angesichts des Qigong-Problems sollten wir das Prinzip von Kein-Bericht und Kein-Streit einhalten, doch aus Verwaltungsmangel wurde solcher Bericht in unserer Zeitung veröffentlicht. Hiermit bitten wir um Entschuldigung der Leser." Damit waren damalige Jinaner zentrale Falugong-Anhänger überhaupt unzufrieden. Ich hielt das auch für zu grob und die Entschuldigungserklärung war nicht so klar an Falun-Dafa gerichtet. Am Nachmittag desselben Tags wurde mich befohlen, am nächsten Tag weiter beim Verlag der Zeitung größeres Stillsitzen zu organisieren und damit ihr Druck auszuüben.

Am Morgen vom 3. Juni eilte ich zum Verlag der „Qilu Abendzeitung", da waren schon viele Falun Gong-Anhänger, die auf der östlichen und westlichen Seite des Gebäudes stillsaßen. Es war noch Cheng Huiping, die die Repräsentanten zur Verhandlung mit Leitern der Zeitung im Sitzungssaal auf der fünften Etage führte. Die Verhandlung dauerte bis acht Stunden. Nachdem die Repräsentanten rausgekommen sind und uns der Masse gewinkt haben, lösten sich die gesammelten Leute allmählich auf. Inzwischen haben die zu vielen stillsitzenden Anhänger draußen noch Zuschauer angezogen, was aber den Stau bewirkte und den Verkehr schlimm störte.

Danach hat Li Hongzhi in seinen Jingwen die Beteiligten viel gepriesen und demgegenüber die Nicht-Beteiligten kritisiert: "Durch solche Sachen wird aufgedeckt, dass manche Leute von Grunde auf die normalen Anschauungen noch nicht verändert haben", "Im kritischen Moment rief ich euch auf, mit anderen Menschen zu brechen, aber ihr gehorchten mir nicht. Jede Chance kommt nicht wieder."

 

(Kaiwind.com, 27. November 2009)

  
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